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Das Justizgebäude

Das heutige Gerichtsgebäude wurde im Jahr 1956 neu gebaut. In dem neuen Gebäude waren zunächst das Amtsgericht, das Landgericht, das Notariat mit Grundbuchamt sowie die Staatsanwaltschaft Offenburg untergebracht.

Durch die steigenden Geschäftszahlen wuchs im Laufe der Zeit die Zahl der Beschäftigten, so dass der Platz im Justizgebäude bald nicht mehr für alle Behörden ausreichte. Anfang der Siebzigerjahre zog deshalb das Notariat mit Grundbuchamt in angemietete Räumlichkeiten, zunächst in der Weingartenstraße, später in die Grabenallee 24. Heute befindet sich das Notariat Am Markplatz 5.

In den Jahren 1993 bis 1996 wurde das Justizgebäude einer Generalsanierung unterzogen. In diesem Zusammenhang erhielt wegen der akuten Raumnot auch die Staatsanwaltschaft ein eigenes Gebäude in der Moltkestraße 19. Heute beherbergt das Justizgebäude nur noch das Amtsgericht und das Landgericht.

Das Justizgebäude besteht aus 3 Gebäudeteilen:

  • dem Landgerichtstrakt
  • dem Saaltrakt
  • dem Amtsgerichtstrakt.

Das Landgericht befindet sich im 1., 2. und 3. Obergeschoss des Landgerichtstrakts. Das Amtsgericht belegt neben dem Amtsgerichtstrakt auch die Räume im Erdgeschoss des Landgerichtstrakts. Im Dachgeschoss des Landgerichts befindet sich das Ausbildungszentrum für Rechtsreferendare, Justizfachangestelltenlehrlinge und Beamtenanwärter. Weitere Unterrichts-, Schulungs- und Verhandlungsräume stehen im Kellergeschoss des Landgerichts- und Saaltrakts zur Verfügung.

 

Das Wandbild im Treppenbereich des Saaltrakts des Landgerichts

Wandgemälde im Saaltrakt des Landgerichts

Bemerkenswert ist das Wandbild im Treppenbereich des Saaltrakts von Professor Hap Grieshaber von der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe aus dem Jahre 1956, das Szenen aus dem Sachsenspiegel zum Vorbild hat. Der Sachsenspiegel ist das älteste deutsche Rechtsbuch, das um 1230 entstanden sein dürfte und den Ritter Eike von Repgow zum Verfasser hat. Aus seiner Sammlung des niederdeutschen Rechts sind folgende Motive und Sätze entnommen und auf der Wand von oben nach unten angeordnet:

 

"Da Gott die Menschen  geschaffen und erlöst hat (aus der Höllenqual) ist die Ungleichheit unverständlich."

 

"Manche sagen, die Knechtschaft beginne bei Kain, der seinen Bruder erschlug." Man sieht Kain mit einem Rechen zuschlagen. Ein Schafskopf schaut herab. Andere Leute weisen auf Noah hin, der zwei seiner Söhne segnete, den dritten verfluchte. Das Bild zeigt Noah in der Arche.

 

"In Wahrheit kommt die Unfreiheit von Zwang, Gefängnis und unrechter Gewalt, die man hinterher für Recht erklärt." Im Bilde ist ein Gefangener an eine Säule gekettet.

 

Unter der Treppe ist das Weltgericht dargestellt.

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